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...Neue, raffinierte Klangbilder entstehen da, mit profunden Bassregionen (bei der zehnsaitigen Gitarre) oder auch mit brillanten hohen Tönen (auf der kleineren Quintgitarre), und mit beeindruckenden orchestralen Wirkungen. Dabei ist Heuser ein Grenzgänger zwischen den musikalischen Welten. Klassisches, Jazziges, Folkloristisches und Exotisches mischt sich ohne jede Berührungsangst. So wurde der Titel "acoustic guitar unlimited" seines Gastspiels in der "Kammermusik im Torhaus" auch wirklich "Programm", und das erste Stück "Unknown Places" gab die Richtung an. Der Künstler nahm seine Hörer mit an Orte seiner Phantasie. Rhythmische und melodische Vielfalt durchzieht seine Kompositionen, oft apartes fremdartiges Kolorit. Man hört balkanische Rhythmen, lateinamerikanische Folklore, orientalische Einflüsse. Er übernimmt Musik der arabischen Laute (in Prélude oriental) oder erstellt türkische Klangbilder. Manchmal sind seine Stücke auch illustrativ. In den "Water Wheels" hört man das Wasser rauschen und in "Windy City" den Wind durch die Saiten schwingen - außergewöhnliche Spieltechniken machen es möglich. Heuser versteht sein Metier brillant. Virtuosität steht im Dienst des Ausdrucks, und über den romantischen, impressionistischen, auch fremdartigen Zauber hinaus greift er dann auch mal ganz konkret einen Jazz-Standard auf und schmückt ihn auf seine Weise aus. Die Zuhörer ließen sich von seinen schmeichelnden, klangvollen Tongemälden beeindrucken und folgten ihm gern auf seiner Reise ins musikalische Zwischenland. (ME)
Westfälische Rundschau 4.6.2002 |
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