... Beide Musiker, das zeigte ihr Recital von Beginn an, sind Meister ihrer Instrumente, versierte und fantasievolle Arrangeure und Komponisten, die sich an traditionellen Instrumentalstücken und Liedern aus der Türkei orientieren. Wobei sich Heuser als Deutscher offenkundig intensiv in den orientalischen Musikstil eingehört hat. Kazim Çalisgan war hierbei natürlich in besonderer Weise authentisch und imponierte als Lautenist wie als Percussionist gleichermaßen. Auch stimmlich beeindruckte er...
Barbara Kaempfert-Weitbrecht
Bonner General-Anzeiger, Feuilleton 05.04.2005
CALISGAN & HEUSER
Musikfarben fließen virtuos zusammen
Kazim Calisgan und Andreas Heuser überzeugen auch als harmonisches Duo
Kazim Calisgan und Andreas Heuser sind als die kreativen Köpfe der "Baba Jam Band" "bekannt. Am Donnerstag gaben die beiden Musiker, die seit Jahren in Dortmund leben, ein Konzert im Fletch Bizzel.
Ihr überzeugender Auftritt, bei dem sie europäische und orientalische Musikkulturen miteinander verschmolzen, faszinierte die Hörer.
Der überwiegende Teil des Programms bestand aus den Kompositionen des 1997 veröffentlichten Albums "ASYA". Obwohl sich die Virtuosen neben ihrer Arbeit in der "Baba Jam Band" in den letzten Jahren auch als Solisten einen Namen gemacht haben - Heuser hat inzwischen zwei Solo-CDs beim Osnabrücker Label "Acoustic Music" veröffentlicht - erwies sich das Duo als harmonische Einheit. Andreas Heuser unterstrich dabei seine Ausnahmestellung auf diversen Saiteninstrumenten. Auf seinen edlen zehn- und sechssaitigen Akustikgitarren und auch auf der Geige beweist Heuser sich als Wanderer zwischen den Stilarten. Jazz, Klassik und weltmusikalische Elemente fließen wie die Farben eines Aquarells zusammen.
Auch der Multi-Instrumentalist Kazim Calisgan trägt zur stimmungsvollen Kolorierung dieser transparenten Klangbilder bei. Auf orientalischen Saiteninstrumenten wie der Saz und diversen Percussionsinstrumenten bestimmt der türkische Musiker den Rhythmus der Kompositionen, in denen orientalische Skalen und jazzige Harmonien zu einer bezaubernden Einheit verschmelzen. Dem Duo gelang es virtuos, die phantasievollen Eigenkompositionen in spannende Arrangements umzusetzen.
Uwe Meyer - Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 24.11.2001
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