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Die Musik
Die Disziplin heißt Avantgarde-Jazz-Pop. Der Sound entspringt dem fragwürdigen Lifestyle der Jahrtausendwende und ist dabei zeitlos: alles ist immer und überall verfügbar. Verrückte Spieluhren erklingen vor einer urbanen Geräuschkulisse. Virtuelle Naturlaute eröffnen den Zugang zu surrealen Welten. Sphärenklänge wecken naive Sehnsüchte nach unendlichen Weiten. Die Songs bedienen sich arabischer Gespenstergeschichten, behandeln das Paarungsverhalten des Blauwals oder beschreiben in heiter-ironischer Weise die ersehnte Ankunft außerirdischen Lebens. Mal sind es die grell-bunten Farben einer billigen Zeichentrickserie, mal die düsteren Visionen eines schwarz-weißen Metropolis, die sich vor Augen des Zuhörers bewegen. Der Film zu diesem Soundtrack muss erst noch gedreht werden.
Die Band
1997 ins Leben gerufen, vereint Zinctone vier Musiker aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet: Matthias Bonheger-Kadel (schlagzeug) und Malte von Ramin (bass, touch-guitar) formen aus maschinenhaften, mathematischen Grooves die sichere Basis für schräg-eigensinnige Texturen und überraschen bei leisen, atmosphärischen Passagen durch sparsame und subtile Begleitung. Die große stilistische Bandbreite von Andreas Heuser (gitarre) reicht weit über diverse Spielarten von Jazz, Rock und Weltmusik hinaus. Bei Bedarf klingt sein Instrument auch nach Harfe, Synthesizer oder Schlagbohrmaschine. Abgedrehte, elektrische Stringsounds und verzerrte Geigenriffs sind die Spezialität von Raimund Gitsels (violine, gesang), der die Musik gleichzeitig durch seine melodiös erzählende Stimme prägt.
Zinctones Debut-CD "789/578" ist Anfang 2002 bei Nabel-Records erschienen. |
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